Quelle: Veranstaltungskalender, Stadtkulturmagazin, Ausgabe 10, Dezember 2008/ Januar 2009

Darmstädter Typen    

Wenn im Darmstädter Sonnenaufgang
die letzten Bürgersteige
hochgeklappt werden, dann reibt
er sich freudig die Hände. Er weiß:
Jeder Nachtschwärmer, der jetzt
noch halbwegs geradeaus laufen
kann und auf keinen Fall nach
Hause gehen will, wird höchstwahrscheinlich
bei ihm landen:
Bei Iraklis „Herkules“ Chatziparasidis,
dem Inhaber der berühmtberüchtigten
Pilsstube an der
Kreuzung Zeughausstraße/
Schleiermacherstraße.
Seit mittlerweile 24 Jahren steht
Herkules hier täglich 16 bis 17
Stunden hinter der Theke. „Entweder
man wächst in diesem Beruf auf,
oder lässt es besser gleich bleiben“,
ist seine eindeutige Antwort auf die
Frage, wie sich dieser Stress Tag
für Tag aushalten lässt. Herkules
weiß, wovon er spricht, denn bereits
seine Eltern waren Vollzeit-Gastronomen.
Ihnen gehörte die Diskothek
„Gondola“ in Groß-Zimmern, wo der
1965 in Stuttgart geborene Grieche
das Leben hinter der Theke kennen
und lieben lernte. 1984 erfuhr er
dann von einem Gemüseladen am
Cityring, der einen Nachmieter
suchte: „Die Lage und das viele
Laufpublikum waren perfekt. Da
wollte ich einen Imbiss reinmachen.“
So kam es, dass Feldsalat
und Blumenkohl bald frisch gezapftem
Pils und Gyros mit Tsatsiki
wichen. „Imbiss Herkules“ war von
nun an eine feste Adresse in Darmstadt,
doch Herkules wollte mehr.
So war er Initiator des Darmstädter
Altstadtfests, übernahm die Disco
der Eissporthalle und zwischenzeitlich
leitete er auch die legendäre
„Kaschemme“ an der Stadtkirche.
„Günter Strack war oft zu Gast, die
Drombuschs haben ja ab und zu
bei uns gedreht. Das waren schon
tolle Zeiten“, erinnert er sich. Doch
Grund zur Klage sieht der Vater von
drei Kindern nicht. Im Gegenteil: „So
lange ich gesund bleibe, stehe ich
hier.“ Spricht es – und zapft das
nächste Bier.
Es ist ein Knochenjob, die Luft stickig
und die Aussprache der Gäste teilweise
schwer verständlich, doch
Herkules nimmt es gelassen. Seine
Pilsstube ist Kult, jeder kennt
das „Herkules“, am Wochenende
herrscht in den Morgenstunden
reges Gedränge – und Pläne für die
Zukunft hat er auch schon: „Eine
richtige Sportsbar fehlt Darmstadt
noch, davon bin ich überzeugt. Ich
bin auch schon am Rumschauen,
nur die perfekte Location hab ich
bisher noch nicht gefunden.“
Müdigkeit oder Stillstand scheinen
ihm wirklich fremd zu sein, daher
darf man gespannt sein, was als
Nächstes kommt. Und was Darmstadt
im kommenden Jahr erwartet,
denn dann feiert die „Pilsstube
Herkules“ ihr 25-jähriges Jubiläum.
Darauf stoßen wir an, denn: Der
schönste Platz ist immer an der
Theke ...
(Patrick Demuth)

 

Quelle: HP der TU Darmstadt

Pilsstube Herkules

Das Herkules ist Kult! Hat (fast) immer offen – 23 Stunden am Tag!

Hinkommen: Aus dem K-Bus am Luisenplatz aussteigen und dem K-Bus über die Straße folgen.

 

Quelle: HP WeTREWL

Darmstadt:
Wer weiß, dass er den letzten Zug verpasst, bleibt in der Stadt. In der Nähe des Luisenplatz steht das "Herki". Die "Pilsstube Herkules" hat offiziell nur 23 Stunden geöffnet. In der einen Stunde wird aber auch niemand rausgeschmissen, der schon drin ist.

 

Quelle: HP h_da

Herkules - Pilsstube

Als letzter Anlauf für Nachtschwärmer steht einem die Tür zum Herkules bis fünf Uhr morgens offen. In der 23-Stundenbar im Herzen von Darmstadt trifft sich zu fortgeschrittener Stunde jeder, der seinen Abend noch verlängern oder auch angenehm ausklingen lassen möchte. Neben Apfelwein, Bier, Weißbier oder Pils, steht den Gästen auch die Möglichkeit zu einem verspäteten Imbiss offen. Wobei man eher zum Weißbier anstatt zum Pils rät. Interessant ist diese Kneipe aber auch tagsüber, da sie als ausgewiesene PREMIERE-Sportsbar, zu sämtlichen Sportereignissen einlädt und für jeden was bietet.(FvR)

 

Pre-Reader, 73. BauFaKTU Darmstadt

Pilsstube Herkules

Kult! Hat immer offen!

Hinkommen: Aus dem K-Bus am Luisenplatz aussteigen und dem K-Bus über die Straße folgen.